Web-Fundgrube #3

HowToGeek erklärt uns, warum sogenanntes sicheres Löschen von Dateien nicht zuverlässig funktioniert, warum es bei SSD noch unzuverlässiger funktioniert als bei traditionellen Festplatten und warum es hilft, das Laufwerk komplett zu verschlüsseln.

Eine Haut ohne Pickel oder Unreinheiten wirkt nicht nur gesünder und attraktiver, sie suggeriert auch mehr Reife und Sachverstand

In Oklahoma gibt es Esel, die in Streifenwagen fahren. Esel wie in Equus asinus asinus.

Web-Fundgrube #2

Antworten auf 6 Fragen zum Winterthema Tee in der ZEIT: Macht Tee schön? Ist er gesund? Warum sehen Teebeutel neuerdings oft so komisch aus?. Ich benutze übrigens zum Stoppen der Ziehzeit für meinen Tee steep.it, weil ich viel zu faul bin, die Stoppuhr-App zu benutzen.

Wegen zu vieler Gehirnerschütterungen verbietet die US Army in der Militärakademie West Point ab sofort ….. – wartet’s ab, …..: Kissenschlachten. Kissenschlachten sind einfach viel zu gefährlich. Nicht, dass jemand die Kadetten kaputt macht, bevor sie ihre Einsatzgebiete erreichen. Der 34-seitige Untersuchungsbericht enthält viele geschwärzte Stellen, als ginge es um den Schutz von Staatsgeheimnissen, berichtet SPIEGEL ONLINE.

Wunderbarer Text von Johnny Germanic über die Verwendung von unzähligen Komplikationen für das Verb sein, wo auf englisch einfach eine Form von to be ausreicht. »Warum so kompliziert, Herr Meier?« »Aber das ist doch gar nicht kompliziert, das ist einfach deutsch.«

Ein Frau in Florida, die von ihrem Freund als Geisel gehalten wurde, rief über einen Pizza-Lieferdienst die Polizei um Hilfe.

Web-Fundgrube #1

Eine Chinesin war zehn Jahre lang verschollen. Ihre Familie ging vom Schlimmsten aus. Nun wurde sie wiedergefunden – wohlauf in einem Internet-Café. Sie war von Zuhause geflohen, um Videospiele zu spielen. Dieses Jahr habe ich das Buch Error von Neal Stephenson gelesen, das von solchen jungen Leuten handelt, die sich ihren Lebensunterhalt mit dem Spielen von Games in Internet-Cafés verdienen.

Die Gentleman’s Gazette erklärt, warum faltenlose Krawattenknoten aussehen, als hätte sie ein 13-Jähriger gebunden.

Die ZEIT hat ein schönes Info-Portal zum 100-jährigen der Relativitätstheorie erstellt.

In der Provinz 新疆 (Xinjiang) im äußersten Nordwesten Chinas wurden laut einem Bericht der New York Times Mobilfunkanschlüsse gesperrt, weil die Nutzer VPN-Dienste verwenden, die es ihnen ermöglichen, die Internet-Zensur zu umgehen, oder weil sie ausländische Messenger-Apps verwenden (z. B. WhatsApp). — Auch bei TechCrunch

Airbus träumt davon, Passagiere in wechselbaren Containern auf Flugzeugrümpfe aufzusetzen, um Zeit und Geld der Fluggesellschaften beim Boarding zu sparen.

Tötungsmaschine und pelziges Kuschel-Monster

Gestern Abend entwickelte sich in der Maine-Coon-Gruppe auf Facebook eine kleine Diskussion darüber, ob es angebracht ist, dass wir unsere kleinen Pelztiger draußen nach Vögeln, Mäusen und Küken jagen lassen. Wo Küken doch so süß sind. Klein und gelb und zwitschern. Man kann doch nicht so grausam sein und dem Stubenkater ein Küken vorsetzen. Ein niedliches kleines Babyküken.

Chicks in a box
Niedlich, nicht wahr?

Dabei sind doch Vögel und Mäuse das Natürlichste, was eine Katze verspeisen kann. Eine auf dem Land aufgewachsene, von sauberem Wiesengras ernährte Feldmaus ist Katzen-Bio-Regionalware, sozusagen. Unser Kater bringt täglich seine Ration Lebendfutter nach Hause. Mal einen Singvogel, meistens eine Maus. Und jedes Mal denke ich darüber nach, wie viel gesünder und nahrhafter das ist als jede Dose Katzenfutter aus der Schokoriegel- und Tiernahrungsfabrik.

Maine-Coon-Kater mit Beutevogel im Maul
Marley mit Beute

Auf Gizmodo ist dieser Tage ein Artikel von Kiona Smith-Strickland erschienen, der ziemlich genau dieses Thema aufgriff: This Is The One Thing That People Never Understand About Cats. Sie berichtet darin von einer Studie in Großbritannien, bei der KatzenbesitzerInnen gefragt wurden, wieviele tote Tiere ihr kleiner LIebling denn so im Monat heimbringe. Die meisten Befragten lagen mit ihrer Schätzung weit neben der Realität.

Katzen sind Raubtiere. Zugegeben süße. Pelzige. Schnurrende und Anschmiegsame. Aber dennoch Raubtiere. Wer von uns denkt da schon dran, wenn wir ihren warmen Körper unsere Beine wärmen lassen, wenn ihr Schnurren uns beim Fernsehgucken beruhigt? Wenn sie uns auf den Bäuchen rumtrampeln? Dass in dem süßen kleinen Mäulchen, das ich gerade kraule, vor wenigen Stunden noch ein zuckender, blutender Körper hing, kurz davor, verspeist zu werden?

Die Katzen in der Studie brachten pro Monat um die 10 Beutetiere nach Hause. Wenn man davon ausgeht, dass sie um die 30 % ihrer Fänge mitbringen, macht das ca. 30 getötete Kleintiere im Monat. Eins pro Tag. Die anderen werden am Tatort verspeist oder es wird so lange mit ihnen gespielt, bis die Lust vergeht.

In unserem Garten jedenfalls ist es sehr ruhig. Bei den Nachbarn hört man es laut zwitschern und tschirpen, die Bäume und Büsche sind voller Drosseln, Rotkehlchen und Finken. Bei uns: Totenstille. Im wahrsten Sinn des Wortes. Denn wo ein Jäger wohnt, bleibt die Beute fern.

Bildnachweis:

Jurassic World oder der ewige Kampf Urzeitmonster gegen Stöckelschuh

Sie sind neu hier? Wenden Sie dem Käfig nie den Rücken zu! Oder was denken Sie, warum diese Stelle frei geworden war?

So, lieber Ben, hier ist der gewünschte Review von Jurassic World, dem vierten Teil der Sauriersaga rund um den pechbehafteten Familienpark auf der Isla Nublar. Nun ist es also soweit. Zwanzig Jahre sind seit dem ersten Versuch vergangen, mit einem Freizeitpark voller lebender Saurier zahlende Touristen auf die sonnige Insel zu locken. Diesmal hat der Park bereits geöffnet, über 20.000 Menschen schlängeln sich durch Fahrgeschäfte, stehen für Attraktionen an, streicheln und reiten, sitzen auf Tribünen und beobachten Raubtierfütterungen oder genießen das Leben in einem der vielen gastronomischen Betriebe.

Von der Handlung erinnert vieles an den ersten Teil der Serie: Wieder sind zwei Kinder ohne ihre Eltern im Park (Ty Simpkins als quasselnder Dino-Fan und Nick Robinson als sein zunächst am Geschehen uninteressierter Bruder), wieder will ein skrupelloser Machtmensch eine Evakuierung und Schließung des Parks um jeden Preis verhindern (Vincent D’Onofrio), wieder gibt es zum Glück aller einen Ranger/Trainer, der die Tiere versteht und den anderen Hauptdarstellern zur Seite steht (Chris Pratt als Sauriana Jones). Oh ja, und die Dame mit den Stöckelschuhen (gespielt von Bryce Dallas Howard, die auf dem Sofa bei Conan so schön auf Kommando über Home Depot weinte).

Ich möchte nicht zuviel verraten, aber falls du nichts weiter über die Handlung erfahren möchtest, solltest du hier aufhören zu lesen.

Die eigentlichen Protagonisten des Films sind die Saurier, größer, lauter, schneller und mit mehr Zähnen bestückt als je zuvor. Leider kann ich mir die Namen der verschiedenen Rassen nicht merken, ich habe sie mit Spitznamen versehen, damit ich der Handlung besser folgen konnte. Da sind der altbekannte Schuppensaurier, der dicke Schwimmsaurier, der neugezüchtete Zahnsaurier und die mehr oder weniger niedliechen Rennsaurier. Oh, und Flugsaurier gibt’s diesmal auch.

Man sollte denken, die Wissenschaftler hätten aus den Erfahrungen der vergangenen drei Teile gelernt. Dem scheint aber nicht so zu sein, denn diesmal züchten sie einen neuen, noch gefährlicheren und nie dagewesenen Hybriden, der bald beginnt, seine im Labor zusammengerührten Verhaltensweisen zum Schrecken der Parkbesucher auszuleben. Als Nebenhandlung gibt es noch einen Typen vom Militär, der von Sauriern auf Schlachtfeldern und in feindlichen Tunnelsystemen träumt.

Während nun also Bryce Dallas Howard mit ihren weißen Stöckelschuhen durch Matsch und Morast flüchtet, ständig beschützt durch Chris Pratt mit Safarigewehr und Motorrad, bahnt sich die Sauriermeute ihren Weg unerbittlich in Richtung der inzwischen panischen Menschenmenge im All-Inclusive-Ferienresort. Bis es dann zum großen Showdown kommt, in dem der dicke Schuppensaurier dem Zahnsaurier, während die kleinen Beißsaurier den Brüllsaurier an das Becken des schwimmenden Fresssauriers, aber was rede ich, das sollte man gesehen haben. Ein bisschen wie Alien vs. Predator, nur mit mehr Schuppen und alles niedermähenden Schwänzen.

Alles in allem, ein spannendes Sequel der Sauriersaga. Langweilig wird es nie, jeder kurzen Verschnaufpause folgt die nächste Actionszene. Schön umgesetzt wechseln die Bilder zwischen sonnendurchfluteten Regenwäldern und dunklen Szenen im Unterholz. Diesen Film in 3D zu sehen lohnt sich allemal. Das Gebiss des Zahnsauriers (oder war es der Beißsaurier?) aus der Kinoleinwand heraus in den Zuschauerraum ragen zu sehen ist schon ein Erlebnis.

Für mich lief die Handlung aber zu glatt und vorhersehbar ab. Es fehlten die Spannungsbögen aus dem ersten Teil, die Figuren bleiben blass und undeutlich (vielleicht abgesehen vom kleinen Gray, der seine Rolle als dinobegeisterter Junge überzeugend rüberbringt). Die weibliche Hauptdarstellerin, der man ihre Rolle abkauft, ist wider Erwarten nicht die rotblonde Schönheit im weißen Sommerkleid, sondern die intelligente und zielstrebige Saurierfrau aus der Retorte.

Den Bechdeltest besteht der Film trotz mehrerer weiblicher Hauptrollen nicht. Ja, es kommen mindestens fünf weibliche Personen vor, davon drei in Hauptrollen (Achtung Spoiler):

1. Die hybride Saurierfrau mit dem wunderbaren Namen Indominus Rex
2. Das Beta-Weibchen (namens Blue) des Velociraptor-Rudels
3. Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) als Geschäftsführerin des Parks

Zwar kommunizieren die beiden Saurierfrauen nicht nur mit Männchen sondern auch untereinander, aber leider ausschließlich über Chris Pratt und seine Rolle als Alphatier des Raptorrudels.

Eine klassische Saurieraction ohne Tiefgang, dafür aber mit viel Wumms.

Feeds sind tot, Leute!

Feeds. RSS. Atom.

Ja, ich kenne eure Sprüche. Feeds nutzt doch niemand mehr. Heute wollen die Leute lieber auf Facebook oder Instagram oder Meerkat sehen, was es Neues auf meinem Blog gibt. Feeds sind sowas von 1985. IRC und so.

Ganz ehrlich: Ich finde Feeds toll. Ich liebe es, eure Blogs in meinem Feedreader zu abonnieren. Ja, ich habe einen Feedreader. Den ich sogar selbst hoste. Feeds machen es mir einfach, zu sehen, wer von euch etwas Neues geschrieben hat. Schnell. Ohne mich durch eure Social-Media-Profile zu wühlen.

Bitte tut mir doch einen Gefallen: Verlinkt euren Feed in eurem Blog. Macht irgendwo einen kleinen RSS-Button. WordPress macht das auch automatisch ins Meta-Widget.

Sicher, ich bin nicht auf den Kopf gefallen und kopiere mir den Feedlink auch aus eurem Quelltext. Aber trotzdem. Büddebüddebüddde. Danke.

Krimi-Bestenliste 2014 der ZEIT

Die Zeit-Redaktion hat heute ihre Liste der (ihrer Meinung nach) besten Krimis 2014 veröffentlicht. Es handelt sich dabei zwar nur um eine sehr knapp gehaltene Auflistung von 10 Romanen, aber immerhin mit jeweils einem oder zwei Sätzen zum Inhalt. Darunter Bücher von James Lee Burke, Tom Hillenbrand und David Peace. Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee dabei.

Mehr bei ZEIT Online unter http://www.zeit.de/kultur/literatur/2014-12/krimizeit-bestenliste-2014.

Lieblingstweets #1

Sammlung meiner Lieblingstweets aus KW47/2014

Bücher-Frischetheke #1

bookstoreNeben den altbekannten Klassikern meiner 100-Bücher-Challenge stoße ich immer mal wieder auf Neuveröffentlichungen in den hölzernen und den virtuellen Regalen der Buchhändler. Ich kaufe zwar selten ganz frisch herausgekommene Bücher, halte mich aber ganz gern auf dem Laufenden, was sich so seinen Weg in die Regale und auf die Tische bahnt.

Für mich selbst behalte ich Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt schon seit einiger Zeit im Auge. Warum also nicht ein paar Sätze zu ein paar der Bücher schreiben und ab und zu auf dem Blog einen Beitrag veröffentlichen?

Dies ist nun der erste Beitrag aus der neuen Reihe Bücher-Frischetheke, mit ein paar Neuerscheinungen, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind:

Toller Dampf voraus: Ein Scheibenwelt-Roman (Terry Pratchett)
Ein weiterer Roman aus der wunderbaren Scheibenwelt-Reihe. Bisher habe ich noch nicht einen dieser Romane gelesen. Immer wieder will ich mich mal ranwagen, aber jedes Mal, wenn ich mich entscheiden will, mit welcher Geschichte ich anfangen soll, stehe ich wieder am Anfang. Der eine empfiehlt diese Story zum Einstieg, der andere jene. Dann sehe ich, wie viele verschiedene Bücher es schon in der Reihe gibt und dann gebe ich wieder entnervt auf. Auf meine 100-Bücher-Liste habe ich „Wachen!, Wachen!“ gesetzt mit dem festen Vorsatz, endlich mal einzusteigen. (Erscheint am 3. November 2014)

Kinder der Freiheit (Ken Follett)
Endlich wieder ein Follett. Und eine Story, die in Deutschland spielt noch mit dazu. Ein Familien-Epos rund um die Berliner Mauer. Der Abschluss der Jahrhundert-Trilogie. Mal sehen, ob die Geschichte hält, was sie verspricht. Ein Bestseller ist sie wohl schon, steht ja schließlich Ken Follett drauf. Das, und dann noch „epische Familiensaga“: Ich sehe das Buch ganz lange ganz oben im Besteller-Regal, da, wo ich nicht drankomme mit meinen eins sechsundneunzig. (Erschienen am 16. September 2014)

Handelsgesetzbuch HGB, Ausgabe 2014
Endlich wieder eine neue Ausgabe DES Standardwerks deutschen Handels. Nur schade, dass das Seehandelsrecht in dieser Ausgabe nicht enthalten ist. Dafür aber mit Wechselgesetz und Scheckgesetz und Publizitätsgesetz. Und das ist ja die Hauptsache. (Erscheint am 1. Dezember 2014)

Weber’s Wintergrillen: Die besten Grillrezepte
Grillen, Eiscreme, Sonnenmilch. Die drei großen Saisonartikel. Eiscreme wird längst auch im Winter konsumiert und Sonnenmilch nehmen wir mit in den Jahresendurlaub auf die Seychellen oder den Skitrip ins Ötztal. Nur das Grillen will nicht so recht in die dunkle Jahreszeit passen. Liegt das vielleicht daran, dass der Kugelgrill keine Winterreifen hat? Weber will das spätestens jetzt ändern, mit so tollen Rezepten wie Entenbraten mit Honigglasur und Apfel-Maronen-Füllung oder T-Bone-Steak mit Cranberry-Meerrettich-Chutney. Obwohl, bei uns wird ja sowieso rund ums Jahr gegrillt. Egal, ob es dafür die Winter-Grillfibel gibt oder nicht. (Erschienen am 29. September 2014)

Bildnachweis: Book Sale by Phil Roeder. Lizenz: CC-BY-2.0

Mal schnell, mal langsam. Doch zum Glück haben wir Bier und Meerrettich

Das erste Viertel des ersten Buches meiner 100-Bücher-Challenge ist geschafft. Zweihundert Seiten Dostojewski. Ich bin ganz stolz. Luftschlangen.

Der Roman ist gar nicht so anstrengend geschrieben, wie ich immer dachte. Ja, es gibt Höhen und Tiefen: Mal ist richtig Handlung und Spannung; kurz darauf wird seitenweise philosophiert und über Schmerzen geklagt. Und mit Bier und Meerrettich kann wohl jede Krankheit besiegt werden (das werde ich mir merken). Doch alles in allem bin ich noch dabei. Vorläufiges Fazit nach 25 %: Dieses Buch wird bis zum Ende gelesen.

Die russischen Namen und Namenszusätze sind natürlich gewöhnungsbedürftig, aber ganz gut durchschaubar, da die Zahl der Charaktere sich – bisher zumindest – im Rahmen hält.

Na dann, Seite 201…